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Vorlage - A 66/118/2006  

 
 
Betreff: Neubau eines Regenklärbeckens im Hochwasserrückhaltebecken Wockerath
Status:öffentlich  
Federführend:Tiefbauamt/ Städt. Abwasserbetrieb   
Beratungsfolge:
Bau- und Betriebsausschuss Entscheidung
08.06.2006 
15. Sitzung des Bau- und Werksausschusses ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Tatbestand:

Tatbestand:

Die Trennkanalisation für die überwiegend gewerblich genutzten Flächen zwischen der Bahntrasse und der Autobahn in Erkelenz Mitte (83,51 ha) endet in zwei Regenwasserleitungen, DN 1400 und DN 1700, nahe der Brücke über die Autobahn nach Wockerath. Dort beginnt das Wockerather Fließ. Um Überflutungen zu vermeiden, ist direkt südlich der Brücke ein Hochwasserrückhaltebecken (HRB) angelegt. Die hydrologischen Berechnungen ergaben, dass das Becken sich in den letzten 26 Jahren nicht gefüllt haben dürfte. Das gesammelte Regenwasser fließt also ohne weitere Behandlung oder Rückhaltung in das Wockerather Fließ.

 

Im Abwasserbeseitigungskonzept ist eine Maßnahme zur Regenwasserreinigung nach 2013 vorgesehen.

 

Ausgelöst durch Zeitungsberichte über einen  Brandfall im Gewerbegebiet an der Ferdinand-Clasen-Straße in 2004 hat das Staatliche Umweltamt Aachen geprüft, ob verunreinigtes Löschspülwasser in das Fließ gelangt sein könnte. Es wurde festgestellt, dass die Regenwasserbehandlung für das gesamte Regenwassernetz „Erkelenz-Ost“ fehlt. Daher hat die Bezirksregierung als Obere Wasserbehörde am 25.4.2005 eine Ordnungsverfügung erlassen, die der Stadt auferlegt, bis zum 30.6.2006 einen Antrag für den Bau und Betrieb eines Regenklärbeckens ohne Dauerstau zu stellen und dieses Becken bis zum 31.12.2007 in Betrieb zunehmen. Eine Einleitung unbehandelten Regenwassers wurde nach dem Termin untersagt.

 

Da das HRB Wockerath sehr groß ist, ist beabsichtigt, ein offenes Stahlbetonbecken im HRB zu errichten, dass 520 m³ Regenwasser (Nutzvolumen) aufnehmen kann.

 

 

 

 

Die beiden aus der Richard-Lucas-Straße und Wockerather Weg ankommenden Regenwasserkanäle werden zu einer offen Leitung (Halbschale bzw. Trog, Breite: 2,5 m Höhe: 1,6 m) zusammengefasst und an der Hochwasserüberlaufschwelle des HRB vorbei in ein quadratisches, neu zu errichtendes Stahlbetonbecken geleitet. Dieses Becken ist 12 x 12 m groß (12,6 m Außenmaß) und 4,88 m tief.

 

Das zufließende Regenwasser, das gerade zu Beginn eines Regen häufig mit Schmutzstoffen versetzt ist, fließt zunächst in das Becken und wird dort gespeichert. Weiter zufließendes Regenwasser läuft über die südwestliche Seite der Trogleitung in das HRB und von dort gedrosselt in das Wockerather Fließ. Bei besonders ergiebigen Regenereignissen steigt das Wasser so stark an, dass es beidseitig die Wände der Trogleitung überflutet und unmittelbar in das Wockerather Fließ gelangt.

 

Das im Becken gesammelte Wasser (568 m³ incl. Volumen der Trogleitung) soll nach dem Regenereignis über einen an der nordwestlichen Seite angeordneten ein Pumpensumpf entleert werden. Das Wasser soll über eine Druckleitung, DN 90, zur Pumpstation im Wockerather Weg gepumpt werden. Die Druckleitung soll in den Regenwasserkanal, DN 1400, der aus dem Wockerather Weg kommt, eingehängt werden. Durch diesen Kanal soll auch die Stromversorgung und die Leitungen zur Messtechnik verlegt (eingehängt) werden.

 

Um das HRB Wockerath besser zu nutzen, soll die vorhandene Drossel (700 l/s) gegen eine kleinere Drossel (200 l/s) ausgetauscht werden. Dadurch wird sich das Becken rechnerisch alle drei Jahre füllen und die Gefahr von Überflutungen am Wockerather Fließ reduzieren.

 

Die Maßnahme soll nach der Genehmigung in 2007 umgesetzt werden. Anliegerbeiträge entstehen durch die Maßnahme nicht.

Beschlussentwurf (in eigener Zuständigkeit):

Beschlussentwurf (in eigener Zuständigkeit):

"Im Hochwasserrückhaltebecken Wockerath ist vorbehaltlich der Mittelbereitstellung im Wirtschaftsplan 2007 entsprechend der Pläne mit den Zeichnungsnummern 550.1.3­01-303 ein ca. 520 m³ (Nutzvolumen) großes offenes Regenklärbecken aus Stahlbeton zu errichten.“

Finanzielle Auswirkungen:

Finanzielle Auswirkungen:

Die geschätzten Kosten belaufen sich auf ca. 320.000 Euro.

Die jährlichen Folgekosten betragen ca. 25.500 Euro.

 

Die erforderlichen Mittel sollen als Ausgabe-/Verpflichtungsermächtigung im Vermögensplan des Abwasserbetriebes bei  Buchungsstelle

 

­­­9.70000.95111.5 (Regenklärbecken im HRB Wockerath)

 

zur Verfügung gestellt werden.