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Auszug - Bericht aus dem Stadtmarketing  

 
 
23. Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaftsförderung und Betriebe
TOP: Ö 2
Gremium: Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaftsförderung und Betriebe Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Di, 24.04.2018 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 19:40 Anlass: Sitzung
Raum: Sitzungssaal des Rathauses
Ort: Johannismarkt 17, 41812 Erkelenz
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Referentin Stoffels berichtet über aktuelle Themen aus dem Stadtmarketing.

 

1Weihnachtsmarkt 2019 bis 2021

 

Der Rat der Stadt Erkelenz hatte in seiner Sitzung am 28.2.2018 die Verwaltung beauftragt, eine öffentliche Ausschreibung „Erkelenzer Weihnachtsmarkt" für die Jahre 2019 bis 2021 durchzuführen. Zwischenzeitlich sind die erforderlichen Vorbereitungen getätigt worden, so dass der Weihnachtsmarkt im Rahmen einer Konzessionsvergabe ausgeschrieben wird. Die Veröffentlichung erfolgt spätestens am 27.04.2018. Es wird ein Veranstalter gesucht, der einen Weihnachtsmarkt am Markt veranstaltet. Die Option auf Verlängerung besteht. Die Kriterien hinsichtlich der Ausstattung und des Betriebes des Marktes sowie zur Vielfalt und Qualität der angebotenen Waren und Speisen sind formuliert und abgestimmt worden. Ende Mai endet die Bewerbungsfrist. Die Prüfung der Bewerbungen erfolgt in einem Gremium bestehend aus den Mitgliedern der Fraktionen im Stadtrat, des Gewerberings und der Stadt Erkelenz. Der Zeitplan sieht vor, dass vor der Sommerpause eine Entscheidung im Rat herbeigeführt wird.

 

 

2Rudeljubel

 

Die Crowdfunding-Aktion „Rudeljubel“ ist erfolgreich: Public Viewing in Erkelenz findet statt. Es war ein knapper Endspurt, aber wenige Stunden vor Ablauf der Frist stand fest: Die Initiative „Rudeljubel“ ist dank der großartigen Unterstützung aus der Bürgerschaft erfolgreich. Dank mehr als 500 Unterstützerinnen und Unterstützern wird das Erkelenzer Fußball-Sommermärchen nun wahr. Mehr als 40.000 Euro sind zusammengekommen und damit ist der Rudeljubel finanziert und das Public Viewing zur Fußball-Weltmeisterschaft findet statt.

 

Mit dem ersten Fundingziel in Höhe von 40.000,- € kann eine Leinwand mit einer ordentlichen Größe von 4,5 mal 2,5 Meter errichtet werden. Die Umsetzung des Events ist angelaufen: Die LED-Leinwand wird gebucht, die FIFA-Lizenz beantragt und der Bauantrag gestellt. Über alle Schritte können sich Interessierte unter www.rudeljubel.de informieren. Wenn es weitere Unterstützer gibt, ist vielleicht auch eine größere Leinwand zu realisieren. Mit Erreichen des zweiten Fundingziels vergrößert sich die Bildfläche auf 7 mal 4 Meter. Die Stadt Erkelenz unterstützt das Vorhaben im Rahmen des Stadtmarketing.

 

 

3Eröffnung der West Bike Route

 

Im Rahmen des Erkelenzer Fahrradfrühlings am 6. Mai 2018 wird das Radtourismus-Infrastrukturprojekt „West Bike Route“ des Kreises Heinsberg feierlich eröffnet. Landrat Stephan Pusch und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Heinsberg kommen gemeinsam mit den Bürgermeistern des Heinsberger Landes nach Erkelenz. An diesem Tag gibt es erstmalig auch Printmaterial für interessierte Gäste am Infostand. Die Internetpräsenz ist bereits online unter www.westbikeroute.de

 

 

4Französischer Markt

 

Am 16.3.2018 fand ein Gespräch mit dem Betreiber des Französischen Marktes und einem Vertreter des Gewerberings auf Einladung von Bürgermeister Jansen statt, in dem es um die Weiterentwicklung des Französischen Marktes ging. Um auch in Zukunft einen attraktiven Französischen Markt präsentieren zu können, wurden Ideen gesammelt, wie man das gute Konzept zukunftsfähig gestaltet. Die Macher sind jedes Jahr mit Herzblut bei der Organisation dabei und sind offen für neue Ideen, die gemeinsam mit dem Stadtmarketing geplant werden.

 

 

5Stadtmarketing 2.0

 

Die Verwaltung wurde mit der konzeptionellen Neuaufstellung der städtischen Stadtmarketingarbeit beauftragt. Die Verwaltung beabsichtigt, den Prozess durch ein geeignetes Fachbüro begleiten zu lassen. Am 3.4.2018 fand ein ausführliches Informationsgespräch mit einer renommierten Beratungsfirma zum Thema „Stadtmarketingkonzept Erkelenz“ statt. Die Firma bietet kompetente Beratungsleistungen und schlägt eine moderierte Konzeptentwicklung vor, um einen neuen Prozess der Stadtprofilierung und des Stadtmanagements zu entwickeln. Hierbei sollen Ergebnisse nicht über mehrmonatige und personalintensive öffentliche Diskussionsprozesse, sondern vielmehr über ein stringent konzipiertes dreistufiges Verfahren möglichst bis zum Herbst/Winter vorliegen. Die Herangehensweise hat die Verwaltung überzeugt und es ist beabsichtigt, die Beratung kurzfristig zu beauftragen. Die Ergebnisse des Konzeptes können hilfreich für Fragestellungen im integrierten Handlungskonzept sein. Die Ergebnisse fließen selbstverständlich dort ein.

 

 

6WiFi4EU

 

Die EU-Kommission will den öffentlichen Raum mit kostenlosem WLAN versorgen. Für die Einrichtung von Hotspots erhalten bis zu 8000 Gemeinden je 15.000 Euro. Jetzt startet die erste Bewerbungsphase. Die Verwaltung beabsichtigt, sich ab dem 15. Mai um einen Gutschein in der ersten Vergaberunde zu bewerben.

 

 

7Rechtswidriges Befahren der Fußgängerzone

 

Aus Anlass des Antrages der Fraktion Bürgerpartei auf Sperrung der Zufahrtswege zum Markt durch Poller wurden mit gemeinsamem Schreiben der Verwaltung und der Fraktionen im Rat der Stadt Erkelenz vom 5.3.2018 Anwohner, Anlieger und Eigentümer der Fußgängerzone Aachener Straße, Markt und Kölner Straße darüber informiert, dass im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaftsförderung und Betriebe der o.g. Antrag intensiv diskutiert wurde. Von allen Fraktionen und allen Verantwortlichen in der Verwaltung wurde bestätigt, dass die derzeitige Situation der häufigen Befahrung der Fußgängerzone in der „gesperrten Zeit“ ab 11 Uhr nicht akzeptabel ist, hierdurch vermehrt gefährliche Situationen entstanden sind und der gewollte Aufenthalt der Menschen auf dem Platz gestört wird. Der Marktbereich erhält durch die autofreie Zone ein besonderes Flair und eine gute Aufenthaltsqualität. Die Situation ist ein besonderer Aspekt des Stadtmarketing; die vielen Besucher sind Beleg dafür. Aber immer mehr Besucher beschweren sich über die zunehmend ungemütliche Situation. Zur Vermeidung drastischer Maßnahmen, wie z.B. die Installation von Automatikpollern, um temporär die Zufahrten zu sperren, wurden die 225 Adressaten des Briefes gebeten, an der Lösung des Problems mitzuwirken, indem auch das eigene Verhalten und das von Lieferanten etc. reflektiert wird. In dem Anschreiben wurde auch gebeten, eigene Vorschläge zur Lösung zu machen.

 

Erfreulicherweise haben sich einige Engagierte zurück gemeldet und ihre Sichtweise geschildert, die im Folgenden tabellarisch dargestellt wird:

 

Adressaten

49 Gewerbetreibende

102 Anwohner

74 Eigentümer

insg. 225

Antworten

3 telefonisch

5 schriftlich

 

insg. 8

Arzt

Parkt grundsätzlich am Erka Bad oder Burgparkplatz.

Er selbst trägt in keiner Weise zur Gefährdung bei.

Anwohner

Bestätigung der Situation. Tolle Atmosphäre auf dem Marktplatz, die es zu erhalten gilt. Lang andauernde Baustellen und Baustellenfahrzeuge sind ein Ärgernis. Empfehlung von Kontrollen.

Anwohnerin (Telefonat)

Geh- und sehbehinderte Dame, die Lebensmittel liefern lässt, Taxi fährt zur Abholung vor.

Lieferzeiten und Brötchentaste sind nicht bekannt. Bessere Kennzeichnung und Erklärung der Brötchentaste erforderlich. Nach Erklärung des Sachverhalts will die Anwohnerin den Lieferdienst bitten, auf dem Marktparkplatz zu parken und die Brötchentaste zu betätigen.

Eigentümer

Begrüßung der Initiative. Verzicht auf drastische Maßnahmen (keine Poller). Beeinträchtigung durch Autofahrer und Fahrradfahrer vorhanden. Tägliche Beobachtungen rücksichtsloser Radfahrer. Radfahrverbot in der FZ soll beschlossen werden.

Anwohnerin (Telefonat)

Grds. kein Problem mit Autos in der FZ. Rücksichtslose Fahrradfahrer werden als Problem gesehen.

Eigentümer

Rücksichtslose Fahrradfahrer werden als Problem gesehen. Parkt Privat Pkw zum Be- und Entladen vor dem Haus. Zusteller liefern Pakete meistens gegen 14 Uhr aus. Beobachtet private, auswärtige Pkw, die sich offensichtlich verfahren haben. Diese fahren in die FZ ein, wenden und fahren wieder heraus. Verzicht auf drastische, teure Maßnahmen wie Poller.

Empfehlung von Kontrollen (Radfahrer und Pkw).

Anwohner

Begrüßung der Initiative. Bestätigung der Frequentierung zu allen Tag- und Nachtzeiten. Tolle Atmosphäre auf dem Marktplatz, die es zu erhalten gilt. Lieferzeiten sind großzügig und sollten eingehalten werden bzw. man kann auch über eine kürzere Ladezeit von 8 bis 11 Uhr nachdenken.

Vorschläge:

-          Reservierung eines Parkplatzes auf dem Marktparkplatz für Lieferfahrzeuge. Lieferfahrzeuge außerdem aus der Parkscheinpflicht herausnehmen.

-          Navis führen direkt in die Fußgängerzone oder über die Marktgasse in die FZ. Anbieter von Navigationssoftware kontaktieren.

-          Besserung Kennzeichnung der FZ am Anfang und Ende.

-          Die 4 Zufahrten Brückstraße, Kölner Straße, Aachener Straße und Marktgasse einzeln betrachten mit folgenden Möglichkeiten

  1. blockieren mit Poller, kein Fahrzeug kommt durch, z.B. Marktgasse.
  2. Poller, aber Pkw, Rettungsfahrzeug kommen im Notfall durch, z.B. Brückstraße
  3. „Nur Kennzeichnung“

Verzicht auf versenkbare Poller wegen hoher Anschaffungskosten und Folgekosten.

Eigentümerin/Anwohnerin (Telefonat)

Lieferzeiten sind großzügig und sollten eingehalten werden. Zur Verhinderung des Befahrens der FZ sollten Einengungen gemacht werden (z.B. mit Blumenkübeln) und Bäume wieder angepflanzt werden (Kölner Straße). Pkw fahren Abkürzung von Ostpromenade über Kölner Straße zum Markt.

Verzicht auf drastische, teure Maßnahmen wie Poller. Beobachtet private, auswärtige Pkw, die in die FZ hinein fahren. Beobachtet außerdem Pkw, die die Brückstraße entgegen der Einbahnstraße befahren.

 

Zum Sachverhalt hat sich außerdem die Kreispolizeibehörde Heinsberg geäußert, die gebeten wurde, durch verstärkte Kontrollen mitzuwirken, dass die Gefährdung der rechtmäßigen Nutzer der Fußgängerzone unterbunden wird. Die Polizei sieht keine akute Gefährdung vorliegen, hat aber zugesagt, in einem begrenzten Zeitraum verstärkt zu kontrollieren und der Verwaltung die Ergebnisse mitzuteilen.

 

Als Ergebnis der Rückmeldungen bleibt festzuhalten, dass drastische und teure Maßnahmen wie die Errichtung von versenkbaren Pollern nicht gewünscht werden. Die Äußerungen sollen im nächsten Schritt gemeinsam mit dem Ordnungsamt bewertet werden und Maßnahmen vorgeschlagen werden. Außerdem sollen die Rückmeldungen im Detail in der nächsten Inforunde mit den Fraktionen reflektiert werden. Ziel ist es, im Herbst Maßnahmen zur Umsetzung vorzuschlagen.